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Motorrad

D75_4264 R100CS

Der Herbst kommt mit Macht; trotzdem eine schöne Jahreszeit. Das Ende des Jahres kündigt sich an aber dem Ende wohnt der Keim des neuen Anfangs inne.

Worum geht es beim Motorradfahren? Es kommt vor allem auf eines an: Emotione, Faszination und das Gefühl von Freiheit. Wer noch nie die Fahrdynamik eines Motorrades selbst erlebt hat, kann das vielleicht nicht so nachvollziehen. Die Faszination aus der Bewegungsdynamik, der Beherrschung der Maschine, des Finden der richtigen Linie, der Beschleunigung, des Durchfahren einer Kurve im Gleichklang mit Schwerkraft und Querbeschleunigung, das direkte Erleben der Geschwindigkeit im Wind, nicht abgekapselt von der Umgebung wie im Auto, der Geruch von frisch gemähten Wiesen, von Rapsfeldern in der Sonne, von dampfenden Strassen nach einem Schauer; all dieses macht die Faszination des Motorradfahren aus. Es ist wie Fliegen am Boden. Wenn alles zusammen kommt, gerät man in etwas wie einen Flow, alles geht flüssig ineinander über, die Glückshormone werden ausgeschüttet. Letztlich ist es wie eine Sucht; man kann nicht genug davon bekommen.

Das hat im Übrigen nichts mit Raserei und Krach zu tun. Auch wenn es hier einige schwarze Schafe gibt, so sind sie doch in der absoluten Minderzahl. Sie fallen halt nur überdurchschnittlich auf. Trotzdem sollte man nicht immer gleich nach kollektiven Verboten wie Streckensperrungen etc. rufen. Damit trifft man über eine Art Sippenhaftung auch diejenigen, die sich nichts zu schulden kommen lassen. Dagegen sollte wir als Bürger, Motorradfahrer oder nicht, aufstehen, denn sonst wird dieses Prinzip auch bei anderen Gruppen in der Bevölkerung angewandt. Wo so etwas enden kann, wissen wir aus unserer jüngeren Geschichte. Individuelles Fehlverhalten muß geahndet werden, kollektive Ausgrenzung ist abzulehnen.

Wir wohnen im schönsten Bundesland der Welt östlich von Hamburg auf dem Lande zusammen mit einigen Hunden. Leider ist es hier nicht so kurvenreich wie im Süden Deutschlands, es fehlen halt die Berge. Aber dafür ist das Meer nicht weit und auch auch hier gibt es kurvenreiche und verkehrsarme Strecken; es dauert nur etwas länger, sie zu finden, wenn man kein Einheimischer ist. Glücklicherweise fangen sie direkt vor der Haustür an.

Braucht man so viele Motorräder? Sicher nicht: Eins reicht auch, aber es ist schön, wenn man mal wechseln kann. Im Laufe der Jahrzehnte haben sie sich halt angesammelt. Einige wurden auch wieder verkauft aber heute lohnt sich das kaum, da jeder alles geschenkt haben will. Dann behalte ich sie lieber; im Preis fallen sie sowieso nicht mehr. Mir fallen noch viele weitere Modelle ein, die ich gerne hätte, aber irgendwann sprengt das finanziell, platzmäßig und von der Wartung her den Rahmen und man kommt auch nicht mehr dazu, alle ausreichend zu bewegen.

Ein Klick auf das jeweilige Bild führt direkt zur Seite des betreffenden Modells.

R1150RS Mini R100R Mini
R1100R Mini
F 650 GS Mini
1000S von rechts Mille GT II klein von rechts Bei Doemitz
Guzzi Guester-Mini

Ich möchte auf unsere Homepage von meinen Erfahrungen seit 1973 mit meinen/ unseren Motorrädern berichten. 1973 bin ich mit Führerscheinklasse 4 für Kleinkrafträder angefangen. Die Einstiegsdroge war ein Kleinkraftrad, eine Kreidler Florett mit 6.25 PS. Die lief langgestreckt schon 90 km/h; das war schon was. Dem folgte der Einser und Dreier zum 18ten Geburtstag und der Dreier zwei Jahre später. Nun konnte es richtig losgehen. Selbstverständlich wurde keine Dose gekauft sondern das erste richtige Motorrad, eine Honda CB 400Four Mein Traum war damals die CB500Four aber die war unerschwinglich. Die Honda wurde dann 1979 durch eine BMW R100T ersetzt. Ich schwankte zu der Zeit zwischen dieser und der Yamaha XS1100. Aber letzlich war mir der Brocken zu schwer und hatte zuviel Leistung: 95PS, die hat meine heutige R1150RS auch und ich fühle mich nicht übermotorisiert; so ändern sich die Zeiten

Eine Yamaha SR500 wurde 1980 zwischendurch gekauft, da die große BMW durch einen heftigen Unfall außer Gefecht gesetzt war und des Wiederaufbaus harrte. Nach dem Wiederaufbau wurde sie noch bis 1996 gefahren. Sie stand bis zum Sommer 2008 immer noch in der Garage, war aber aus Zeitmangel seit über 10 Jahren nicht mehr angemeldet und wartete auf die Restaurierung. Im Sommer 2008 mußte sie der Neuanschaffung einer Mille GT aus Platzgründen weichen. Jetzt liegt sie in Einzelteilen im Regal aber der Tag, daß sie grundüberholt wiedererweckt wird, ist nicht mehr so fern. Geplant ist das für den Sommer 2015.

1984 erlag ich dem Reiz der Italienerinnen und legte mir eine Moto Guzzi LM III zu. Nachdem einige Probleme aus der Welt geschafft waren, hauptsächlich elektrischer Art, war ich begeistert und recht traurig, daß ich mich 1994 von Ihr trennen mußte. Ich hatte aber das “überlegene Konzept” kennen und liebem gelernt und das sollte Nachwirkungen haben.

1996 ersetzte dann eine BMW R100R meine alte R100T. Die R100R war ein Riesenfortschritt in Bezug auf das Fahrwerk, motormäßig etwas leistungsschwächer.

Die BMW R1150RS schaffte ich dann 2003 für meine Langstreckentouren zwischen meinem Arbeitsplatz in England/ London und Zuhause an. Sie hat mich bisher nicht einmal im Stich gelassen und erfuellt bis heute meine Erwartungen. Die Strecke, die es danach zu meistern galt war Hamburg - Wien, wo ich bis Ende 2010 gearbeitet habe. Nun fahre ich vor allem bei schönem Wetter damit zur Arbeit nach Hamburg und auch mal am Wochenende oder wenn Langstrecken angesagt sind.

Mit der Moto Guzzi Mille GT habe ich mir 2008 noch mal einen kleinen Traum erfüllt. Die Le Mans hinterließ doch eine Lücke, die die Nachfolger zwar technisch aber nicht emotional schließen konnten. Auch hier wieder ein kerniger Zweizylinder, der mir fürs Motorradfahren ohne Leistungszwang das optimale Konzept zu sein scheint.

Nun ist in 2011 auch noch die Moto Guzzi 1000S hinzugekommen. Ich hoffe, allen gerecht zu werden und für eine artgerechte Fortbewegung Zeit zu haben.

Bei einer E-bay Versteigerung bekam ich unerwarteter Weise den Zuschlag; so wurde die Mille GT II zum Teil des Fuhrparks.

Seit Juli 2014 bereichert noch eine R100CS meinen Fuhrpark. In Wirklichkeit ist es eine R100, die auf CS umgebaut wurde. Da aber zu der Zeit das Baukastensystem bei BMW gepflegt wurde, fehlt nur die Scheibenbremse achtern.

Das erste eigene Auto folgte erst 19 Jahre nach der Anschaffung des ersten Motorrades. Mittlerweile lege ich beruflich leider mehr Kilometer im Auto zurück als mit den Motorrädern in der Freizeit. Trotzdem komme ich noch auf zur Zeit etwa 10.000 km/ Jahr

Der Schwerpunkt wird auf meinen jetzigen Motorraedern, vor allem der R1150RS, den 2-Ventilern und den Guzzis liegen.

Aber auch von den Erfahrungen meiner Frau und mir mit Ihrer F650GS will ich berichten.

Meine bisherigen Mopeds waren

Kreidler RS

6.25 PS

1973-1975          verkauft

11.500km

Honda CB 400Four

37 PS

1975-1979          verkauft

17.500km

BMW R100T

65PS

1979-1996   in Teilen im Regal

261.000km

Yamaha SR500

27/34PS

1980-1996          verkauft

38.500km

Moto Guzzi LM III

76PS

1984-1994          verkauft

76.500km

BMW R750 Gespann

50PS

1986              verkauft

2.000km

BMW R100R

60PS

1996 -heute

76.000km

BMW R1150RS

95PS

2003 - heute

142.000km

BMW R1100R

80PS

1996 - heute

5.500km plus 36000km durch meine Frau

BMW R100 CS

66

2014- heute

75.000 (72900 gekauft)

Moto Guzzi Mille GT

67PS

2008 - heute

4.000 (mit 50100km gebraucht gekauft)

Moto Guzzi 1000S

82PS

2011 - heute

4.100 (,it 89860km gebraucht gekauft)

Moto Guzzi Mille GT II

71PS

2012 - heute

46.208 (mit 44858km gebraucht gekauft

Total

 

 

643.000km

Wie man sieht, bin ich im Laufe der Zeit kein großer Freund von Vierzylindern gewesen sondern immer mehr von Motorrädern mit zwei Zylindern der kernigeren Art. Sogenannte Supersportmotorräder gehen mir völlig ab, nicht weil ich sie technisch uninteressant finde, eher im Gegenteil, aber von der Praktikabilität, Alltags- und Tourentauglichkeit her sind sie fuer meine Zwecke nicht geeignet. Wenn man in der Naehe einer Rennstrecke a la Nuerburgring wohnen wuerde, wuerde es vielleicht anders aussehen. Im normalen Strassenverkehr sind meine jetzigen Motorräder mehr als schnell genug.

Insgesamt sieht die Bilanz recht BMW-lastig aus. Das liegt wohl hauptsaechlich daran, dass meine erste BMW mich doch recht beeindruckt hat in der Summe ihrer Eigenschaften und ich von da an dem Boxer etwas verfallen war.. All die tollen Japaner sind sicherlich nicht schlecht, aber die hektischen Modellwechsel vermitteln einem schon nach kurzer Zeit das Gefuehl, auf einem nicht mehr zeitgemaessen Motorrad zu sitzen und die Ersatzteilsituation ist auch nach zehn oder mehr Jahren fuer nicht volumenstarke Modelle nicht mehr die Beste. Nicht, dass ich mich nie fuer diese Motorraeder interessiert haette, da gab es schon einige, die ich interessant fand. Aberletztlich waren meine Erfahrungen mit der C400 Four und der SR500 nicht so positiv und ueberzeugend. Meine R100T und auch die nachfolgenden BMWs waren diesen in Bezug auf Zuverlaessigkeit und Qualitaet des Fahrzeuges meilenweit ueberlegen.

Die Haltbarkeit spricht ebenfalls fuer die BMWs. Man schaue sich nur die Gebrauchtanzeigen an und dann erkennt man schnell, welche Marke(n) die meisten km zurücklegen. Sicher, wer nur die bei vielen üblichen paar tausend km pro Jahr fährt, ist mit einem japanischen Motorrad nicht schlecht bedient; vielleicht sogar besser als mit einer BMW, denn die wollen gefahren werden und nicht nur rumstehen. Bei den neueren BMWs mit 1200 Boxer und auch den Vierzylindern bin ich mir da nicht mehr so sicher. Viel Elektronik und anderes Gedöns, was keiner braucht aber welches viele Probleme macht; in den einschlägigen Foren kann man da genug lesen und ich kenne das auch aus dem Bekanntenkreis. Von daher kommen diese bei mir zur Zeit nicht als Neuanschaffung in Betracht.

Natürlich sind auch mit anderen Maschinen als BMW hohe Laufleistungen möglich. Meine Frau legte auf einer Suzuki GS450 86000km in fünf Jahren zurück, bis ein Unfall das Motorrad ins Jenseits beförderte. Bis dahin lief sie wie am Schnürchen und hätte sicherlich noch mal dieselbe km-Leistung bei guter Pflege geschafft.

 

Ausblick auf den Schneeberg Großglockner Kehre 14

Allseits gute Fahrt und hoffentlich nie schneller, als der Schutzengel fliegen kann

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